Was bekomme ich im FSJ?

Geld- und Sachleistungen

Taschengeld: Ein ziviler Freiwilligendienst gilt nicht als Arbeitsverhältnis – entsprechend gibt es am Monatsende auch keinen Lohn oder Gehalt, sondern eine Anerkennung für das Engagement, unabhängig davon, wie stressig oder lang der Einsatz ist. Der Gesetzgeber hat für dieses Taschengeld eine monatliche Höchstgrenze festgelegt, damit dieser Charakter erhalten bleibt. Die Höchstgrenze wird jährlich angepasst. Jeder Träger legt die Höhe des Taschengeldes individuell fest. Für die Freiwilligen besteht während des Freiwilligen Sozialen Jahres Kindergeldanspruch, Anspruch auf Kinderfreibeträge oder auf andere kinderbezogene Leistungen.

Beiträge zu den Sozialversicherungen (Kranken-, Arbeitslosen,- Renten- und Pflegeversicherung): Die Freiwilligen im FSJ sind beitragsfrei in der gesetzlichen Sozialversicherung versichert. Während des FSJs besteht die Pflicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein. Die ausschließliche Versicherung bei einer Privaten Krankenkasse ist während des FSJ ausgeschlossen. Es besteht weiterhin eine Pflichtversicherung in der Pflegeversicherung, der Rentenversicherung, der Unfallversicherung und der in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Die Beiträge werden alleine von der Einsatzstelle oder dem Träger eingezahlt (also Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil).

Anspruch auf Waisenrente: Eine Waisen- oder Halbwaisenrente kann während des freiwilligen Jahres längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres bezogen werden.

Erstattung von Fahrtkosten: Dazu zählen Fahrtkosten zu den Seminaren. Außerdem kann eine Fahrkarte für die täglichen Fahrten zur Einsatzstelle gestellt werden.

Verbilligte Bahncards und günstige Zeitkarten: Für Monatskarten im ÖPNV gilt der Auszubildendentarif. In vielen Kreisen und Städten gibt es spezielle Karten, die sogar noch günstiger sind, als normale Monatskarten.

Kostenfreie Unterkunft und/oder Verpflegung bzw. einen Pauschalbetrag für Unterkunft und/oder Verpflegung: Hierauf besteht kein gesetzlicher Anspruch. Manche Einsatzstellen bieten auch Arbeitskleidung an. Informiere dich bei den Trägern, ob sie diese Leistung anbieten.

FSJ-Ausweis: Sobald die Freiwilligen ihren Dienst angetreten haben, erhalten sie einen FSJ-Ausweis. Dieser Ausweis berechtigt zu den gleichen Vergünstigungen wie sie Auszubildende oder Schüler in Kino, Museen etc. erhalten. Leider sind diese Institutionen nicht verpflichtet, besondere Ermäßigung zu gewähren.

Urlaubsanspruch: Es besteht ein gesetzlicher Mindestanspruch von 24 Arbeitstagen in zwölf Monaten Dienstzeit. Bei kürzerer Einsatzzeit entsprechend weniger. Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz haben Minderjährige einen längeren Anspruch auf Urlaub.

Sonstige Vorteile

  • Unbezahlbare Erfahrungen: Nicht immer sind die Erfahrungen im ersten Moment positiv, aber wichtig für deine Entwicklung sind sie immer.
  • Erwachsener werden
  • Lob und Anerkennung
  • Dankbarkeit
  • Das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun und selbst aktiv dazu beitragen, unsere Gesellschaft etwas gerechter zu machen
  • Attraktiver für Arbeitgeber oder Ausbilder zu werden
  • Bessere Chancen einen Studienplatz zu bekommen

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